Prolog

Dies ist keiner dieser unzähligen Abnehm-Ratgeber. Abnehmen werden Sie aber auf jeden Fall, wenn Sie die schlechten gegen die guten Lebensmittel austauschen. Viel wichtiger ist jedoch, dass Sie durch eine konsequente Ernährungsumstellung die Möglichkeit haben, Krankheiten zu vermeiden und Ihrem Leben ein paar Jahre bei bester Gesundheit hinzuzufügen.

Als kritischer Konsument haben Sie schon lange verstanden, dass die Versprechen der Lebensmittelindustrie es mit der Wahrheit nicht immer so genau nehmen. Die Werbung „Eine leckere Kombination aus Vollmilchschokolade und cremiger Milchfüllung, die ein Genuss für die ganze Familie ist“, verschweigt geflissentlich, dass die „Extra-Portion Milch“ zu 50 % aus Zucker und zu mehr als einem Drittel aus Fett, vor allem gesättigte Fettsäuren besteht. „Die Extra-Portion Zucker“ wäre als Werbeslogan ehrlicher.

Nicht nur wer unter Zöliakie (Glutensensitivität) leidet, sollte auf Weizen verzichten. Einfache Weizenmehlprodukte haben viele leere Kalorien, das ausgemahlene Mehl enthält keine Ballast- oder Mineralstoffe und ist vergleichbar mit purem Zucker. Auch wenn uns die Brot- und Gebäckhersteller weis machen wollen, Weizen sei der Quelle von Kraft und Gesundheit seit es Menschen gibt, ist das schlicht nicht wahr. Unsere frühen Vorfahren haben keinen Weizen angebaut und verzehrt. Weizen ist als Zuchtform erst seit etwa 500 Jahren Bestandteil der menschlichen Ernährung. Vor allem der weiße Weizen, der bis auf das blanke Korn geschält und gereinigt wird, hat einen sehr schlechten Ruf unter Ernährungsexperten.

Mais enthält sehr viel Zucker, der den Insulinspiegel erhöht und damit bewirkt, dass Sie sich hungriger fühlen und Ihr Körper Kalorien als Fett speichert. Die Stärke in Maisprodukten wird von Ihrem Körper rasant weiterverarbeitet und erhöht Ihren Blutzuckerspiegel. Das löst dann ein Verlangen nach mehr kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln aus. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal „gesunde“ Cerealien zum Frühstück essen.

Diese drei Beispiele sollen Sie einstimmen auf das, was nun folgt. Eine schonungslose Abrechnung mit schädlichen Lebensmitteln und eine Positivliste für ein besseres und gesünderes Leben, als Sie es bisher gekannt haben. Nicht alles wird Sie freuen, da Sie vielleicht in Zukunft auf das eine oder andere Lieblingsgericht verzichten werden. Ihr Körper wird Sie aber mit mehr Vitalität belohnen.

Nachfolgend finden Sie 2 Kapitel: Die „schlechten“ und die „guten“ Lebensmittel. Finden Sie heraus, auf welche der „schlechten“ Sie verzichten können, um nachhaltig Ihre Gesundheit zu verbessern.

Ein bisschen Sünde muss sein, aber denken Sie daran: Für Ihre Gesundheit sind Sie selbst zuständig, nicht Ihr Arzt oder Apotheker. Finden Sie Ihren persönlichen Ernährungs-Code. Für ein besseres Leben.

 

Kapitel 1
Lebensmittel, auf die Sie besser
verzichten sollten

Künstliche Süßstoffe

Süßstoffe sollen Übergewicht verhindern und das Abnehmen erleichtern. Tun sie das aber wirklich? Israelische Forscher fanden heraus, dass verschiedene chemische Süßstoffe die Darmflora massiv verändern. Diese Veränderungen können unter anderem zu Übergewicht und einem gestörten Glucosestoffwechsel führen. Damit steigt auch das Risiko für Diabetes.

Gedächtnisverlust, Depressionen, Blindheit und Taubheit sind nur einige der Wirkungen von chemischen Süßstoffen auf den menschlichen Organismus.

Aspartam ist ein Süßstoff, der genau wie Zucker 4 Kilokalorien pro Gramm hat. Da Aspartam aber 200 mal süßer ist als weißer Haushaltszucker, benötigt man von diesem Süßstoff nur einen Bruchteil der Zuckermenge und so spielen Kalorien in diesem Fall keine Rolle. Aspartam ist auch als „NutraSweet“, „Canderel“ oder einfach als E 951 bekannt. Es handelt sich um einen beliebten Süßstoff, weil er so „natürlich“ nach Zucker schmeckt. Andere Süßstoffe, wie zum Beispiel Saccharin, haben oft einen leicht bitteren Beigeschmack. Aspartam wurde 1965 in Chicago von einem Chemiker der Searle Company (heute in Karachi, Pakistan ansässig), einer Tochterfirma des bekannten Chemiegiganten Monsanto, entdeckt. Mittlerweile ist der Süßstoff in über 90 Ländern weltweit in mehr als 9.000 Produkten enthalten. Wenn irgendwo „Light“, „Wellness“ oder „zuckerfrei“ drauf steht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Aspartam enthalten ist. Die drei Grundsubstanzen von Aspartam sind die beiden Aminosäuren Phenylalanin und Asparaginsäure sowie Methanol. Im menschlichen Körper zerfällt Aspartam wieder in seine drei Ausgangsstoffe Phenylalanin, Asparaginsäure und Methanol.

Nachfolgend eine kleine Auswahl von Symptomen, die auf eine Aspartamvergiftung zurückgeführt werden können: Angstzustände, Arthrose, asthmatische Reaktionen, Juckreiz und Hautirritationen, Schwindelanfälle, Zittern, Unterleibsschmerzen, Schwankungen des Blutzuckerspiegels, Brennen der Augen und des Rachens, Schmerzen beim Urinieren, Chronische Müdigkeit, Migräne, Haarausfall, Augenprobleme, Menstruationsbeschwerden, Impotenz, Tinnitus und Gewichtszunahme.

Saccharin süßt Light-Produkte und Diät-Lebensmittel. Das sind in der Regel naturgemäß vor allem süße Sachen, wie etwa Limonaden, Milchgetränke, Spirituosen, alkoholhaltige Mixgetränke, Pudding, Joghurt, Quark, Fruchtdesserts, Süßigkeiten sowie Eiscreme, süße Konserven, Marmelade oder andere süße Brotaufstriche. Aber auch Herzhaftes, etwa Suppen, Snacks oder industrielle Fleischsalate und Essiggurken, enthalten manchmal Saccharin.

1879 wurde das Saccharin als erster künstlicher Süßstoff entdeckt. Heute wird er künstlich aus chemischen Rohstoffen, wie etwa dem so genannten Toluol oder Phthalsäureanhydrid, hergestellt. Im Vergleich zum Haushaltszucker süßt Saccharin 300 bis 500-mal stärker, hat allerdings einen unangenehmen Beigeschmack.

Dokumentierte Nebenwirkungen von Saccharin: Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Hautausschlag, Zungenbläschen, Nesselsucht und Durchfall.

Splenda behauptet, „aus Zucker hergestellt“ und „natürlich“ zu sein, weil Splenda aus Sucralose, einem natürlichen Zucker, gemacht wird. Aber Sucralose ist überhaupt nicht natürlich. Es ist ein chemisch geschaffenes synthetisches Präparat, welches modifiziert wurde, indem Zucker Chlor-Atome beigefügt wurden.

Wissenschaftler in den USA haben herausgefunden, dass Sucralose verstoffwechselt werden kann. Damit kann damit Sucralose eigentlich nicht als kalorienfreier Stoff beworben werden. Die Studien haben gezeigt, dass 15 % des Stoffes im Verdauungssystem absorbiert und gespeichert werden. Wenn Süßstoffe wie Sucralose in der Lage sind bis zu 50 % Ihrer Darmbakterien zu schädigen, dann wird das nicht ohne gravierende Auswirkungen auf Ihre Gesundheit bleiben.

Bekannte Nebenwirkungen von Splenda sind z.B. Rötung, Juckreiz, Schwellungen, Blasenbildung, Weinen, Ausschlag, Atemnot, Husten, Beklemmung, Anschwellen von Gesicht, Augenlidern, Lippen, Zunge oder Hals, Kopfschmerzen und Migräne, verstopfte Nase, laufende Nase, Niesen, rote, juckende, geschwollene oder wässernde Augen, Blähungen, Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, blutiger Durchfall, Gelenkschmerzen, Angstgefühle, Depression, Herzklopfen oder -flattern, Schwindel, Gefühl der Benebelung.

Die Zulassung des als natürlich geltenden Süßstoffs Stevia in der EU versprach eine Zuckerrevolution. Nun herrscht Ernüchterung. Als die Europäische Union im Dezember 2011 Steviolglycoside – einen aus den Blättern der Stevia-Pflanze gewonnenen Süßstoff – auf dem europäischen Markt zuließ, herrschte Begeisterung. Denn die Steviolglycoside sind bis zu 300-mal süßer als Saccharose, haben kaum Kalorien und verursachen kein Karies. Kein Wunder also, dass das im Hochland zwischen Paraguay und Brasilien beheimatete Süßkraut als „Zuckerersatzstoff des 21. Jahrhunderts“ gefeiert wurde. Doch von der Euphorie ist nicht mehr viel übrig. Wer eine Vielzahl an Produkten mit Steviolglycosiden konsumiert, um durch den Süßstoff Kalorien einzusparen, kann schnell an den festgelegten Grenzbereich gelangen. Diabetiker und Kinder sind besonders gefährdet.

Zusammenfassung und Fazit zu
Künstlichen Süßstoffen

Künstliche Süßungsmittel sind chemische Substanzen, die man unter gar keinen Umständen zu sich nehmen sollte. Egal in welcher Form. Sie haben absolut keinen Nährwert, gaukeln dem Körper vor, dass er etwas Süßes isst und enthalten einen Mix schädlicher Giftstoffe.

Aspartam, Saccharin und andere Süßstoffe verwirren Körper und Gehirn. Dies führt zu einem Teufelskreis von Essgelüsten und führt zur Gewichtszunahme anstelle von Gewichtsabnahme. Der süße Geschmack regt die Insulinausschüttung an, selbst wenn es gar keine Essenszufuhr gibt, die die Zellen nähren würde. Wenn Insulin ausgeschüttet wird, ohne dass Essen vorhanden ist, regt dies den Appetit an.

Verzichten Sie auf Diätgetränke, zuckerfreie Getränke, die aus Pulver mit Wasser gemischt werden, zuckerfreie Sportgetränke, zuckerfreie Snacks und Desserts, zuckerfreies Eis, zuckerfreie Sirups, Marmelade und Gelees, zuckerfreier Kaugummi und zuckerfreie Süssigkeiten.

Hinweis für Diabetiker: Die Zuckeraustauschstoffe Erythrit und Isomalt enthalten weniger oder keine Kalorien und lassen sich ähnlich wie Zucker verwenden. Sie beeinflussen den Blutzucker nicht.